Wasser

Kurhessen Therme

Unser Informationsdienst für Sie zum Thema:

Aktive Erholung

nach dem Laufen in der Kurhessen Therme

 

Das Prinzip von Belastung und Erholung

Nach anstrengenden körperlichen Belastungen benötigt der Körper eine Ruhephase, um den Verschleiß von Muskeleiweiß und den Verbrauch von energiereichen Substraten (Kohlehydrate, Fette, Eiweiß) zu kompensieren. Durch zu frühe nachfolgende Trainingsbelastungen findet der Körper nicht zurück in sein früheres inneres Gleichgewicht (Homöostase) und kann sich nicht auf einem höheren Leistungsniveau stabilisieren. Insofern ist immer auf eine ausreichende Erholungszeit zwischen zwei Trainingsbeanspruchungen zu achten. 

Besser aktive Erholung als passive Erholung 

Zur aktive n Erholung eignen sich besonders Radfahren, Walking, Nordic Walking und Wassersport.  Die aktive Erholung im Wasser ist sehr zu empfehlen. Aqua Fitness und Bauchtanz im 32°C warmen Thermalsolewasser werden in der Kurhessen Therme in Kassel angeboten. Beide kostenlose Kurse (innerhalb der Badezeit) können eine aktive Erholung nach dem Laufen bewirken. Gerade der Auftrieb des Wassers und die Aufhebung der Schwerkraft ermöglichen eine gelenkschonende Belastung.

Außerdem bietet die Kurhessen-Therme ein vielfältiges Angebot an aktive
r Erholung:

  • 1.200 qm Wasserlandschaft - innen und außen, Whirlpools, Quellen, Wasserfälle, Thermalsolebecken, Sprudelliegen, Wasserrutsche (106 m lang, in der kalten Jahreszeit ist die Wasserrutsche geschlossen)
  • Saunawelt mit 9 finnischen Blockhaus-Saunen von 45 bis 100 Grad, Erlebnisaufgüsse mit Honig oder Salz, Dampfbad, täglich Damensauna,
  • Großer Außenbereich, asiatischer Duftgarten,  Paradiesgarten, UV-Bräunungsplätze, Sole-Grotte, Vital-Solarien, 4 Infrarotkabinen,  Sonnenliegen
  • Tischtennis- und Fitnessraum  
  • Rücken-Fit Kurs, Yoga Kurs

     


Muskelkater

Muskelkater ist häufig eine Begleiterscheinung beim sportlichen Belastungsreiz Untrainierter. Muskelkater kündigt sich durch Muskelschmerzen an, die 1-2 Tage nach der Belastung auftreten.

Ein untrainierter oder überbelasteter Muskel reagiert auf die Beanspruchung mit kleinen Rissen (Mikrotraumen) in den Muskelfasern. Durch diese  kleinen Risse dringt langsam Flüssigkeit ein, sodass sich nach 24-36 Stunden kleine Ödeme bilden. Durch die eingelagerte Flüssigkeit schwillt die Muskelfaser an und wird gedehnt. Diese Dehnung führt zu einem Dehnungsschmerz, der als Muskelkater wahrgenommen wird.

Während der Traumatisierung des Muskels wird kein Schmerz verspürt, weil die Schmerznervenendigungen außerhalb der Muskelfasern im umgebenden Bindegewebe liegen. Die beschädigten Zellstrukturen innerhalb der Muskelfaser müssen zunächst abgebaut werden und reizen dann über Spaltprodukte die Schmerznerven oder sie reizen die Schmerznerven indirekt über den Flüssigkeitseintritt als Dehnungsschmerz.

Die Zellschwellungen der Muskelfaser führen zu einer Gefäßeinengung, die wiederum die Durchblutung drosselt. Die verminderte Muskeldurchblutung führt ihrerseits zu einer reflektorischen Verspannung (Muskelhärte), die wiederum die Muskelschmerzen verstärkt. All dies erklärt die Verzögerung bis zum Auftreten des Muskelkaters.

Der elektronenmikroskopische Nachweis von Mikroverletzungen der Muskelfasern beim Muskelkater gelang erstmals dem skandinavischen Anatomen FRIDEN at al 1983.

Elektronenmikroskopisch nachweisbar heilen Verletzungen innerhalb von 6 Tagen vollständig ab. Demzufolge ist ein Muskelkater individuell schmerzhaft vom 2. bis ca. 5. nach der Belastung zu spüren.
 

Abgeschlagenheit durch Übertraining

Physischer Burn-out mit Abgeschlagenheit durch Übertraining:

 

Aufgrund hoher Motivationslage und eines individuellen Übereifers werden die Ruhephasen verkürzt und die Trainingshäufigkeit erhöht. Dies führt zu einem Missverhältnis von Belastung und Erholung.

Nach jeder Belastung kommt es zu einer vorübergehenden Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit durch den Verbrauch von Energie und den Verschleiß von Muskeleiweiß. In der Wiederherstellungsphase (Regeneration) muss sich die Muskulatur anpassen und die Energiespeicher müssen wieder aufgefüllt werden. Damit findet die eigentliche Leistungsentwicklung oder Anpassung statt, da die Energiereserven über den Bedarf hinaus angelegt werden (= Superkompensation). Werden die nachfolgenden Trainingsreize zu früh gesetzt, kann sich der Körper nicht ausreichend regenerieren und wird zu früh erneut belastet. Die überschießende Wiederherstellung (= Superkompensation) findet nicht statt und der Körper verbraucht mehr und mehr seine Energiereserven und sein Muskeleiweiß (= Ermüdungsaufstockung). Dies geht mit einem Leistungsabfall, Motivationslosigkeit und physischer Erschöpfung einher.  

Infolge dessen sollten gezielt Ruhetage eingeplant werden, die den Wiederherstellungseffekt zulassen und damit die Leistungsfähigkeit verbessern.

 

Dr. med. Dr. sportwiss. H. H. Vater

 

Institut für Prävention und Sportmedizin, Herzog-Georg-Weg 2, 34537 Bad Wildungen

Telefon 05621 793 276, E-Mail ipus@klinik-am-homberg.de, Internet www.ipus.klinik-am-homberg.de

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: Juli 2010

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Kurhessen Therme
Wilhelmshöher Allee 361
34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Telefon: 05 61 / 31 80 80
Telefax: 05 61 / 3 18 08 13

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